Dörfer mit Ideen im Mühlenkreis Minden-Lübbecke gefragt

Dörfer mit Ideen sind im Mühlenkreis Minden-Lübbecke gefragt. Der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" soll neu ausgerichtet werden. Foto: Kreis Minden-Lübbecke
Dörfer mit Ideen sind im Mühlenkreis Minden-Lübbecke gefragt. Der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" soll neu ausgerichtet werden. Foto: Kreis Minden-Lübbecke

Minden/Lübbecke (MiX). Der Mühlenkreis plant die Neuausrichtung des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Das Ziel: mehr Projektorientierung, weniger ganzheitliche Dorfentwicklung.

Hintergrund für diese Überlegungen seien stark rückläufige Teilnehmerzahlen sowohl auf Kreis-, aber auch auf Bundes- und Landesebene, erläuterte Kreis-Wirtschaftsförderer Oliver Gubela in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Strukturförderung des Kreises Minden-Lübbecke. Beteiligten sich 2008 noch 36 Dörfer im Mühlenkreis an dem Wettbewerb, der aus dem 1961 gestarteten Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ hervorgegangen ist, waren es im vergangenen Jahr nur noch neun Teilnehmer.

Den Grund sieht Gubela unter anderem in der Überlastung und der Veränderung des Ehrenamtes, was eine Neuausrichtung empfehlen würde. Diese könne durch mehr Beratung, Begleitung und Unterstützung der Projektteilnehmer erreicht werden. „Wichtig ist aber auch ein höherer Nutzen für die teilnehmenden Dörfer“, so der Wirtschaftsförderer in der Hauptverwaltung der Edeka Minden-Hannover in Minden, wo der Ausschuss tagte und sich zuvor ausführlich hatte über das Unternehmen und die digitale Gestaltung des privaten Einkaufs im Supermarkt informieren lassen.

Mit dem neuen Konzept „Dörfer mit Ideen“ will der Kreis künftig Dörfer aufrufen, sich aktiv mit den Herausforderungen einer zukunftsorientierten ländlichen Entwicklung auseinanderzusetzen, betonte Oliver Gubela. Dabei gelte es, die bereits im Kreisgebiet existierenden Ideen und Impulse zu nutzen, von denen andere Dorfgemeinschaften lernen und aus den gemachten Erfahrungen profitieren könnten.

Zukunftsorientierte Entwicklung der Dörfer im Mühlenkreis

So werden die Dorfgemeinschaften aufgerufen, ihre Ideen für eine zukunftsorientierte Entwicklung der Dörfer und des ländlichen Raums mit einer Ideenskizze und Fotos einzureichen. Damit soll das Wissen über nachahmenswerte Praxisbeispiele und den Austausch untereinander vorangebracht werden. Themen wie Mobilität mit Aspekten wie dem Dorf-Auto und der Mitfahrerbank, die digitale Versorgung mit Projekten wie der Dorf-App, intelligente Gebäudetechnologie und ländliches Wohnen sowie querschnittsorientierte Ideen wie Jugendprojekte oder ökologische Maßnahmen sollen dabei berücksichtigt werden.

Alle eingereichten Projektideen erhielten das Angebot für ein Beratungsgespräch vor Ort, um diese Ideen weiter zu konkretisieren und Realisierungs- und Finanzierungsmöglichkeiten zu recherchieren, kündigte Gubela an. Bei einem jährlich stattfindenden Regional-Forum, das erstmalig im April 2019 bei den Holztagen auf der Entsorgungsanlage des Kreises Minden-Lübbecke „Pohlsche Heide“ stattfinden wird, sollen die Ideen präsentiert werden. Die besten Ideen und Konzepte werden unter anderem über vom Kreis ausgelobte Preisgelder prämiert, die zur Umsetzung des Projekts verwendet werden können.

Heimatpreis spielt in Neuausrichtung mit hinein

Damit spiele auch der „Heimatpreis“ in die Neuausrichtung des Dorfwettbewerbes mit hinein, verwies der Kreis-Wirtschaftsförderer auf das Angebot des Landes. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen fördert mit diesem Heimatpreis Preisgelder, die der Kreis Minden-Lübbecke für das ehrenamtliche Engagement von Dörfern und Dorfgemeinschaften für umgesetzte beispielhafte und zukunftsorientierte Maßnahmen und Projekte der dörflichen und ländlichen Entwicklung ausloben kann. Das Preisgeld beträgt 10.000 Euro, das in bis zu drei Preiskategorien durch den Kreis verliehen werden kann.

Die Mitglieder des Ausschusses für Strukturförderung unter Vorsitz von Henning Vieker (CDU) empfahlen einstimmig dem Kreistag, einen Heimatpreis auszuloben. Zudem soll die Verwaltung beauftragt werden, eine Förderung beim zuständigen Ministerium in Düsseldorf für die Preisgelder zu beantragen.

Webseite der Initiative „Dörfer im Aufbruch“

© Pressebüro Hans-Jürgen Amtage | Minden

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