Corona-Pandemie: 26 Fälle mehr im Mühlenkreis Minden-Lübbecke

Minden-Lübbecke (MiX). Der Kreis Minden-Lübbecke meldet am Dienstagnachmittag 294 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus Covid-19 im Mühlenkreis. 26 Fälle mehr als am Vortrag. Minden ist mit 78 (plus zehn) Infektionen die am stärksten betroffene Kommune, gefolgt von Lübbecke (36/36) und Stemwede (36/35). Die wenigsten Infektionen gibt es nach wie vor in Preußisch Oldendorf. Dort sind fünf Fälle nachgewiesen.

Aktuell befinden sich fünf nachgewiesene Fälle in stationärer Behandlung im Johannes Wesling Klinikum in Minden. Sie befinden sich alle auf der Isolierstation, keiner auf der Intensivstation. Ein weiterer Patient befindet sich in intensivmedizinischer Behandlung im Herz- und Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen. Insgesamt 111 (92) Personen, die sich in 14-tägiger Quarantäne befanden, konnten bisher vom Gesundheitsamt aus der Isolation entlassen werden. Sie gelten als gesund, teilt die Pressestelle des Kreises mit.

Generell wird die Statistik des Kreises Minden-Lübbecke so geführt, dass die neuen Zahlen eines Tages immer zu denen vom Vortag hinzu gerechnet werden. In der Spalte „bestätigte Infektionen“ steht also die jeweilige Gesamtzahl der Infektionen seit Beginn, in der Spalte „wieder genesen“ steht die Gesamtzahl der wieder als gesund geltenden Patienten.

Notfall-Konzept für die ambulante Versorgung

Was ist, wenn es nicht mehr möglich wäre, die ambulante Versorgung von älteren Pflegebedürftigen sicherzustellen? Oder wenn Krankenhäuser ältere Menschen entlassen und eine ambulante häusliche Betreuung nicht ausreicht – oder im Verlauf der drohenden Krise nicht gewährleistet werden kann? Wie kann in solchen Fällen die Versorgung der betroffenen pflegebedürftigen Menschen zeitnah sichergestellt werden? Wie können Pflegedienste und Krankenhäuser hier entlastet werden? Mit diesen und ähnlichen Fragestellungen beschäftigt sich der Krisenstab, um auf diese Fragen so gut wie möglich vorbereitet zu sein. „Wir deklinieren verschiedene Szenarien durch. Im Zuge dessen stellt sich die Frage, wo Patienten, die ambulant nicht mehr gepflegt werden können, im Kreisgebiet zentral behandelt werden könnten“, sagt Landrat Dr. Ralf Niermann. „Hierfür hat sich die Porta-Klinik in Bad Oeynhausen zur Verfügung gestellt, die durch den aktuell geltenden Aufnahmestopp für Reha-Patienten ihren regulären Betrieb schrittweise reduzieren muss und dadurch entsprechende Kapazitäten frei hat.“

Krankenhäuser oder Pflegedienste, die für ältere Menschen keine Anschluss- oder generell ihre pflegerische Versorgung nicht mehr gewährleisten können, sollen sich nach Ausschöpfung aller üblichen Möglichkeiten und Wege an den Kreis wenden. Von dort wird dann zentral über die zeitlich begrenzte Notfallversorgung in der zentralen Pflegeeinheit in Bad Oeynhausen entschieden. Dort können bis zu 65 Patienten ohne und 45 mit Symptomen einer Coronainfektion in getrennten Bereichen versorgt werden. „Damit haben wir ein Reservoir geschaffen, auf das wir im Notfall zugreifen könnten“, ergänzt Dezernent Hans-Joerg Deichholz. „Wir wollen so gut es geht vorbereitet sein, wenn die Fallzahlen weiter steigen sollten.“

Website des Kreises Minden-Lübbecke

Sei der Erste, der diesen Beitrag teilt.

Minden-Xpress

Minden-Xpress.de - nur das Wichtigste aus Minden und dem Mühlenkreis Minden-Lübbecke | Ein Service von Pressebüro Amtage

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.